Vorschaubild des QS24-Interviews mit Dr. med. Alexander Hierl zu Vitamin D

Expertentips

Vitamin D ist KEIN Vitamin

Das Interview wurde für QS24, Schweizer Gesundheitsfernsehen, aufgezeichnet.

Vitamin D wird oft „einfach als Vitamin“ abgetan – dabei ist es in Wahrheit ein Hormon mit erstaunlicher Reichweite. In diesem Interview spricht Dr. med. Alexander Hierl, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie aus München und Experte für funktionelle Medizin, über einen der meistdiskutierten Werte überhaupt: Vitamin D3. Dr. Hierl erklärt verständlich, warum Vitamin D hormonell wirkt, wie es über Rezeptoren bis in den Zellkern hinein an der Gensteuerung beteiligt ist und weshalb es für Immunabwehr, Muskulatur, Nervensystem und psychische Stabilität eine zentrale Rolle spielt.

Besonders relevant für Mitteleuropa: chronischer Lichtmangel – und damit chronisch niedrige Spiegel, die im Labor oft noch als „normal“ erscheinen, obwohl sie weit vom optimalen Bereich entfernt liegen. Im Gespräch geht es deshalb nicht um blinde Supplementierung, sondern um Systemdenken: messen, interpretieren, Zusammenhänge verstehen. Dr. Hierl nennt einen Zielbereich um 60 bis 70 und macht deutlich, warum die klassische Betrachtung eines einzelnen Vitamin-D-Wertes zu kurz greifen kann.

Spannend wird es beim zweiten Blick: die Balance der beiden Vitamin-D-Formen und die sogenannte Vitamin-D-Ratio – ein Verhältnis, das Hinweise auf Entzündungsprozesse geben kann und erklärt, warum manche Menschen trotz hoher Einnahme „nicht hochkommen“ oder sogar ungünstig reagieren. Daraus entsteht eine klare Botschaft: Vitamin D wirkt nicht isoliert – sondern nur im Zusammenspiel. Wir sprechen darüber, warum Magnesium, Calcium und Bor die Umwandlung beeinflussen können, weshalb K2 wichtig ist, damit Calcium dorthin gelangt, wo es hingehört, und warum fettlösliche Vitamine grundsätzlich zur Mahlzeit eingenommen werden sollten.

Außerdem räumen wir mit typischen Messfehlern auf – etwa wenn direkt nach hochdosierten Wochentabletten kontrolliert wird – und ordnen die gängigen Dosierungsbereiche ein, ohne die individuelle Diagnostik aus den Augen zu verlieren. Eine Folge für alle, die bei Vitamin D nicht länger raten möchten, sondern verstehen wollen, wie Hormonsteuerung, Entzündung und Nährstoff-Kofaktoren wirklich zusammenhängen.

Nächster Schritt

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Die Angaben auf dieser Seite ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Untersuchung oder Behandlung. Ob und welche Maßnahmen sinnvoll sind, wird im persönlichen Gespräch geklärt. Verläufe unterscheiden sich von Person zu Person.

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