
Expertentips
Omega-3 richtig einsetzen
Das Interview wurde für QS24, Schweizer Gesundheitsfernsehen, aufgezeichnet.
„Entzündung ist oft kein Feind, sondern ein Ausdruck gestörter Membranen.“ Mit dieser Perspektive holt dieses Interview Omega-3-Fettsäuren aus der üblichen „Fischöl-Schublade“ heraus und zeigt sie als das, was sie in der funktionellen Medizin sind: ein Fundament für Zellgesundheit, Kommunikation und Balance. Im Gespräch mit Dr. med. Alexander Hierl, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie aus München, wird deutlich, warum Omega-3 nicht nur „nice to have“ ist, sondern für viele Menschen ein fehlendes Grundelement.
Dr. Hierl erklärt, wie unsere moderne Ernährung durch industrielle Öle und Fertigprodukte stark omega-6-lastig geworden ist – und warum dieses Ungleichgewicht über den Arachidonsäure-Stoffwechsel Entzündungsprozesse begünstigen kann. Besonders spannend: Der Blick auf die Zellmembran als dynamische „Grenzfläche“, in der nicht nur Fette, sondern auch zahlreiche Proteinkanäle sitzen, die Stoffaustausch und Signalweiterleitung ermöglichen. Damit diese Membran wirklich „fluid“ und funktionstüchtig bleibt, spielen Omega-3-Fettsäuren eine zentrale Rolle – und genau hier setzt Dr. Hierl mit einem klaren Prinzip an: messen statt raten.
Er erläutert den Omega-3-Index als praxisnahen Parameter, nennt den Zielbereich von 8 bis 11 und beschreibt, warum viele Patientinnen und Patienten bei 4 bis 5 starten. Aus diesem Grund empfiehlt er, vor der Supplementierung den Ausgangswert zu bestimmen, anschließend gezielt zu dosieren und nach rund drei Monaten erneut zu kontrollieren – statt blind zu experimentieren. Auch die Unterschiede zwischen EPA und DHA werden verständlich eingeordnet: warum beide wichtig sind, weshalb das Verhältnis zählt und warum bei vielen Menschen eher EPA fehlt.
Das Gespräch streift zudem alltagsnahe Fragen wie Einnahme zur Hauptmahlzeit, die Bedeutung einer guten Fettverdauung und warum Qualität bei oxidationsanfälligen Ölen mehr ist als Marketing. Ein Interview für alle, die Entzündung, Gehirn, Hormone und Zellfunktion nicht getrennt betrachten wollen – sondern verstehen möchten, wie ein kleiner Laborwert große Auswirkungen auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit haben kann.
Nächster Schritt
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Die Angaben auf dieser Seite ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Untersuchung oder Behandlung. Ob und welche Maßnahmen sinnvoll sind, wird im persönlichen Gespräch geklärt. Verläufe unterscheiden sich von Person zu Person.
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