Vorschaubild des QS24-Interviews mit Dr. med. Alexander Hierl zu mitochondrialen Schutzsystemen

Expertentips

Mitochondriale Schutzsysteme

Das Interview wurde für QS24, Schweizer Gesundheitsfernsehen, aufgezeichnet.

Unsere Zellen produzieren Energie – aber genau dabei entsteht auch etwas, das uns langfristig ausbremsen kann: oxidativer Stress. Umweltgifte, stille Entzündungen und psychischer Dauerstress erzeugen freie Radikale, die vor allem dort angreifen, wo unsere Kraftwerke sitzen – in den Mitochondrien. In diesem Interview spricht Dr. med. Alexander Hierl, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Experte für funktionelle Medizin und Mitgründer von MITOcare, über antioxidative Schutzsysteme – und warum „Energie ohne Schutz krank machen kann“.

Denn nicht die Belastung allein entscheidet, sondern die Fähigkeit des Körpers, sich zu verteidigen: gegen Lipidperoxidation, gegen geschädigte Zellmembranen, gegen Entzündungsprozesse, die sich still und schleichend verselbstständigen können.

Dr. Hierl erklärt verständlich, was oxidativer Stress im Körper wirklich bedeutet, warum Mitochondrien dabei besonders empfindlich sind und wie man diesen Stress in der Praxis sogar messen kann – etwa über Marker der Lipidperoxidation, die zeigen, ob unsere Fette und Membranen durch freie Radikale angegriffen werden. Wir sprechen darüber, weshalb Membranen mehr sind als „Hülle“, warum gesunde Fette wie Omega-3 und schützende Polyphenole so entscheidend sind und wieso Mitochondrien mit ihrer Doppelmembran besonderen Schutz brauchen.

Ein Schwerpunkt ist das Glutathion-System: Warum Glutathion als zentrales Schutzmolekül gilt, wie es der Körper es recycelt, was passiert, wenn es durch Giftstoffbelastung erschöpft – und wie gezielte Bausteine das System wieder stabilisieren können.

Außerdem geht es um sekundäre Pflanzenstoffe als unterschätzte „Intelligenz“ der Natur: nicht nur als Radikalfänger, sondern als Signalgeber, die Schutzprogramme im Körper mitsteuern. Wir sprechen über Qualitätsunterschiede bei Pflanzenstoffen, warum wild wachsende Pflanzen oft mehr Schutzmoleküle enthalten, und wann Supplemente sinnvoll sein können – gerade wenn man keine Möglichkeit hat, konsequent an hochkonzentrierte, geprüfte Rohstoffe zu kommen.

Und wir schauen auf den Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und Entzündung, inklusive eines wichtigen Punktes: Akute Infekte brauchen kurzfristig auch oxidativen Stress als Abwehrmechanismus – zu frühes „Wegdrücken“ kann nach hinten losgehen. Zum Schluss wird es besonders spannend beim Thema Neuroinflammation: Warum Entzündungsprozesse im Gehirn eine eigene Dynamik haben, was die Blut-Hirn-Schranke damit zu tun hat und weshalb bestimmte Formulierungen überhaupt erst dort ankommen müssen, wo sie wirken sollen.

Nächster Schritt

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